Willkommen bei den Jungen Naturwächtern "Mutige Molche"
Bist du auch ein Naturfreak? Dann komm zu uns!
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Unser Programm
2026
Wenn nichts anderes angegeben. Ist Treffpunkt stets die NABU-Naturschutzstation Ebersbach, Ludwig-Jahnstraße 2, 02730 Ebersbach-Neugersdorf.
Um vorherige Anmeldung zu den Aktionen wird gebeten.
| Termin | Thema | Uhrzeit | Mitzubringen sind: |
|---|---|---|---|
| Samstag 31.01.2026 | Vögel & Nester - Nistkastenreinigung | 9:00 | Je nach Witterung ist angemessene Kleidung zu tragen. |
| Samstag 28.02.2026 | Wildtier 2026 - Spurenexkursion | 9:00 | Essen für gemeinsames Picknick, Trinken, dem Wetter angepasste Kleidung |
| Samstag 28.03.2026 | Amphibienzaunkontrolle | ||
| Samstag 25.04.2026 | Der Luchs - Rückkehr des Pinselohrs | ||
| Samstag 30.05.2026 | Achtbeinige Krabbler | ||
| Samstag 20.06.2026 | Landkreisweiter JuNa - Tag | ||
| Samstag 01.08.2026 | Trittstein Artenvielfalt - Ackerbrache | ||
| Samstag 29.08.2026 | Seltene Schönheit - Der DWKAB | ||
| Samstag 26.09.2026 | Zukunftswald - Baumpflanzaktion | ||
| Samstag 31.10.2026 | Die Nacht der fliegenden Kobolde | ||
| Samstag 28.11.2026 | Der lange Weg unseres Mülls | ||
| Samstag 19.12.2026 | Von Mineralen & Gesteinen | ||
Unsere Aktionen 2026
Kleine Hilfe, große Wirkung: Nistkästenreinigung im Januar
Das neue Jahr der Mutigen Molche beginnt sogleich sehr arbeitsreich und zwar mit der Reinigung von 30 Nistkästen . Dafür sind die Mutigen Molche am Samstag extra früh aufgestanden. Bereits um 9 Uhr waren die Mutigen Molche versammelt. Ausgerüstet mit Stangen zum Abhängen der Nistkästen und Werkzeug machten sich die Mutigen Molch auf in Richtung Raumbusch, einen Wald nördlich von Ebersbach. Im Raumbusch angekommen wurde nacheinander Nistkasten für Nistkasten gesucht, die Kästen vorsichtig geöffnet und deren Inhalt analysiert und aufgeschrieben. Dabei wurden nicht nur jede Menge Meisennester gefunden, sondern auch die Reste eines Wespennestes und sogar die Vorratskammer einer Maus. Leider hielten auch die Meisennester nicht immer schöne Überraschungen bereit. So wurde in einigen Kästen auch mal ein toter Jungvogel oder auch nicht ausgebrütete Eier gefunden. Doch so ist nunmal die Natur, das wissen auch die Mutigen Molche und haben auch diese Funde untersucht und nach Gründen für das traurige Ergebnis geforscht. Vielleicht wurden die Altvögel gefressen? Vielleicht wurde die Nahrungssuche durch den regnerischen Juli erschwert? Vielleicht wurden die Vögel bei der Brut gestört? …. Genau werden wir es wohl nie erfahren. Nichtsdestotroz ließen sich die Mutigen Molche nicht davon abhalten Kasten für Kasten durchzugehen. Nachdem der Inhalt eines jeden Kastens begutachtet wurde, entfernten die Mutigen Molche die alten Nester oder sonstigen Hinterlassenschaften aus den Kästen, kratzen die Kästen mit einer Spachtel sauber und hängten Sie wieder an Ort und Stelle.
Nach zwei Stunden war die Arbeit erledigt und die Mutigen Molche machten sich auf den Rückweg in die NABU-Station. Dort konnten sich die durchgefrorenen Mutigen Molche zunächst mit einer heißen Kartoffelsuppe aufwärmen, bevor sie die Nistkastenrunde auswertet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Fast die Hälfte der Kästen war besetzt und zwar hauptsächlich mit Meise, wobei etwa für 70% der Nistkästen eine erfolgreiche Brut bescheinigt werden konnte. Somit war 2025 ein erfolgreicheres Brutjahr als 2024. Zum Abschluss sollten die Mutigen Molche beweisen, ob sie ebenfalls in der Lage sind so kunstvolle Nester zu bauen wie die Vögel. Nach einer kurzen Einführung in die unterschiedlichen Nestformen und Brutstandorte verschiedener Vogelarten bekam jeder Mutige Molch einen Schaumstoffwürfel mit hineingesteckten Zweigen vorgesetzt. Die Aufgabe bestand darin in Nachahmung eines Vogelschnabels nur mit Zeigefinger und Daumen ein Nest aus Heu, Gras, und Moos in eine Astgabel zu bauen. Dabei merkten die Mutigen Molche recht schnell, das ist gar nicht so einfach und so wurde hier und da ein kleines bisschen geschummelt. Aber letztendlich konnten sich die Ergebnisse sehen lassen und so beendeten die Mutigen Molche, mit ganz neuem Respekt für die Vögel und ihre unglaublichen Leistungen, das erste JuNa-Treffen im Jahr 2026.
Unsere Aktionen 2025
Januar - Auf den Spuren von Deutschlands wilden Greifen
Nach dem Museumsbesuch stärkten sich die Mutigen Molche erstmal bei einem kleinen Picknick im Stadtpark. Anschließend ging es auf Vogelbeobachtung an den Hofeteich in Deutschbaselwitz. Zwar zeigten sich an diesem Tag den Mutigen Molchen keine Greifvögel, doch dafür flogen ihnen Graureiher, Silberreiher und ein Schwarm Misteldrosseln vor das Spektiv. Schließlich traten die Mutigen Molche die Heimreise an. Im Gepäck, viele neue Eindrücke und neues Wissen.
Februar - Auf lautlosen Schwingen
Samstag, 15.02.2025: Nachdem die Mutigen Molche im Januar bereits die Taggreife Deutschlands kennengelernt haben, folgen nun die Nachtgreife. Mit dem Thema „Auf lautlosen Schwingen durch die Nacht“ witmeten die Mutigen Molche sich einen Abend lang den Eulen & Käuzen Deutschlands. Dabei entdeckten sie welche Eulen und Käuze hier in Sachsen vorkommen, welche Ansprüche die einzelnen Arten an ihre Nahrungs- und Bruthabitate stellen und wie deren aktuelle Bestandsentwicklung und Gefährdungssituation aussieht.
Doch bevor sich die Mutigen Molche den Nachtgreifen zuwenden konnten, erwartete sie noch ein eines kleines Quiz in Rückschau auf die Januarexkursion. Das Quiz haben die Molche mit pravour gelöst.
Gegen 17:15 Uhr ging es dann auf abendliche Exkursion an den Rand des Steinbruches Klunst in Ebersbach, um den Rufen des Uhu zu Lauschen. Trotz Minustemperaturen harten die Mutigen Molche tapfer aus, bis nach 30 min der Ruf des Uhu-Männchens zu vernehmen war. Der Uhu ist also in sein Brutrevier zurückgekehrt. Gebannt lauschten die Molche minutenlang dem Uhu bis dessen Rufe in der Nacht verhallten.
Durchgefroren ging es anschließend wieder zurück in die NABU-Naturschutzstation, wo sich die Molche mit einer heißen Suppe aufwärmten und den Abend mit dem Dokumentarfilm „Der Flug der Eule“ ausklingen ließen.
März - Prinzenretter auf der Suche
Samstags, 01.03.2025 und 29.03.2025: Im März mussten die Mutigen Molche zeitig aufstehen. Den bereits um 7 Uhr ging es los in Richtung Landkreis Bautzen. Das Ziel war der ca. 1 km-lange Amphibienschutzzaun an der B96 zwischen dem Großen Ziegelteich und dem Pischzangenteich bei Königswartha. Der Zaun wird jährlich von der Naturschutzstation Neschwitz aufgebaut und betreut. Bei guten Wanderbedingungen können hier verschiedenste Amphibienarten beobachtet werden. Von Knoblauch- und Wechselkröte, über Gras- und Wasserfrosch, bis hin zur Rotbauchunke ist alles dabei. Ein idealer Standort um die Artenkenntnisse zu heimischen Amphbien zu vertiefen. Das dachten sich auch die Mutigen Molche und durften mit Erlaubnis der Naturschutzstation Neschwitz am 1.3. und 29.3. die tägliche Zaunkontrolle durchführen. Dabei erfuhren Sie auch was es bei den Zaunkontrollen alles zu beachten gibt: wie erfolgt die Dokumentation der Artvorkommen, was passiert mit den Daten, wozu werden die Daten verwendet, welche Hygienevorschriften müssen am Zaun eingehalten werden und vieles mehr.
Leider hatten die Mutigen Molche in diesem Jahr und trotz ihrer Namensverwandtschaft kein Glück. An beiden Kontrolltagen wurde nicht eine einzige Amphibie gefunden. Wahrscheinlich war die Witterung an beiden Tagen zu kalt und zu trocken gewesen. So mussten die Mutigen Molche lernen das manchmal auch Misserfolge zum Alltag eines Naturschützers gehören. Doch die Mutigen Molche wären keine JuNa-Gruppe würden sie aus der Not nicht eine Tugend machen. Die Molche dachten sich, wenn wir schonmal vor Ort sind, dann können wir uns auch nützlich machen und den hermuliegenden Müll aufsammeln. Gesagt getan und so sammelten die Molche an beiden Tagen mindestens 2 Säcke voller Müll.
Zudem waren vielleicht keine Amphibien zu sehen, dafür aber jede Menge anderer Tiere zu entdecken. So fanden die Molche in den Eimern jede Menge Lauf- und Mistkäfer, aber auch die ein oder andere Waldeidechse. An den umgebenen Teichen konnten Seeadler, Graureiher, Silberreiher, Haubentaucher, Nilgänse, Stockente, Mäusebussard, Kranich, Singschwan, Höckerschwan, Schwarzspecht, Graugans, Schellente und Rotmilan beobachtet werden. Das frühe Aufstehen hatte sich also durchaus gelohnt und auf der anschließenden Heimfahrt wurde noch lange über die gemachten Tierbeobachtungen diskutiert.
April - Vogel des Jahres
Samstag, 12.04.2025: Im April drehte sich alles um den diesjährigen Vogel des Jahres, den Hausrotschwanz. Die Molche lernten dabei dessen Ökologie, Lebensweise und Gefährdungssituation kennen, was der Begriff „Kulturfolger“ bedeutet und wie sich Haus- und Gartenrotschwanz voneinander unterscheiden.
Bei einem Nistkastenrätsel mussten die Molche herausfinden welche Nisthilfe für welchen Vogel bestimmt ist. Nach einem selbstgekochten Mittagessen werkelten die Molche in der Werkstatt der Naturschutzstation und bauten Halbhöhlen für den Hausrotschwanz.
Mai - Wildkräuter entdecken und verarbeiten !
Samstag, 10.05.2025: Das Mai-Treffen stand ganz im Zeichen der Botanik. Bewaffnet mit Weidenkörbchen und Bestimmungsbuch ging es auf Kräuterwanderung durch das Landschaftsschutzgebiet Kottmar. Dabei lernten die Molche nicht nur die Unterschiede zwischen den verschiedenen Schutzgebietskategorien Landschaftsschutzgebiet, Naturschutzgebiet, Flächennaturdenkmal und geschütztes Biotop kennen, sondern auch welche Wildkräuter und Bäume für den menschlichen Verzehr geeignet sind. Dabei sammelten die Molche mit Bedacht verschiedenste Wildkräuter, um sie sich anschließend in der Naturschutzstation nochmal ganz genau anzuschauen und einzuprägen. Trotz des bis dahin recht trockenen Wetters kam einiges zusammen: Brennnessel, Giersch, Gundermann, Bärlauch, Löwenzahn, Fichtenmaitrieb, Klettenlabkraut, Spitzwegericht, Brombeer- und Erdbeerblätter, Buchenblätter, Knoblauchsrauke, Gänsefingerkraut und Ehrenpreis
Natürlich haben die Molche die Kräuter nicht grundlos gesammelt, sondern haben sie anschließen zu einem leckeren Mittagessen verarbeitet. Es gab einen Waldsalat mit frischen Buchenblättern, dazu ein Wildkräutersüppchen und als Hauptspeise Brennnessel-Giersch-Bratkartoffeln mit Gundermannquark. Zur Erfrischung wurde eine blumige Fichtenspitzenlimo gereicht.
September - Apfellese auf der Streuobstwiese
Dort erwartete uns ein großzügiges Mittagessen, sodass sich alle nach getaner Arbeit gut stärken konnten. Anschließend gestalteten wir Etiketten für die noch warmen Apfelsaftflaschen, von denen wir einige mit nach Hause nehmen durften. Dabei kamen viele kreative, aber auch skurrile Ideen auf.
Oktober - Einsatz für saubere Nistkästen
Dienstag, 07.10.2025: Es war wieder einmal Zeit, die Nistkästen am Kux zu reinigen. Um 13 Uhr trafen wir uns wie gewohnt an der Station. Gut ausgerüstet machten wir uns gemeinsam auf den Weg und liefen alle 15 Nistkästen ab. Kasten für Kasten wurde vorsichtig geöffnet, kontrolliert und anschließend gereinigt.
In acht Kästen fanden wir Nester von Meisen, die Spuren einer erfolgreichen Brut zeigten. In ein oder zwei Nestern lagen leider auch tote Jungvögel. Das machte uns zwar etwas traurig, aber so ist nun einmal die Natur. In einigen Kästen entdeckten wir sogar noch Leben: Drei Kästen waren von Mäusen bewohnt. Natürlich brachten wir es nicht übers Herz, sie zu vertreiben. Die kleinen Tiere dürfen bleiben und die kalten Monate in den warmen, kuscheligen Nestern verbringen.
November - Herbstzauber mit den Mutigen Molchen erleben!
Samstag, 08.11.2025: Am Morgen um 9:30 Uhr trafen wir uns an der Naturschutzstation zum November-Treffen mit dem spannenden Thema „Herbstzauber“. Alle waren voller Neugier und bereit, die Natur zu entdecken. Nach einer kurzen Begrüßung der neuen Mutigen Molche machten wir uns auf den Weg hoch zum Schlechteberg.
Die Wanderung war aufregend! Überall gab es etwas zu sehen: bunte Blätter, verschiedene Pflanzenarten und kleine Verstecke, in denen Tiere wohnen könnten. Zwischendurch spielten wir lustige Spiele. In einem Spiel ging es darum, die Fotosynthese nachzuspielen. Dabei erfuhren wir, was es braucht, um Sauerstoff herzustellen. In unserem letzten Spiel mussten wir unsere Sinne schulen, indem wir uns möglichst leise durch den Wald fortbewegten.
Zurück in der Station führten wir ein Experimente durch, bei dem wir Farbstoffe in den Blättern feststellen konnten. Im Anschluss gab es eine warme Kartoffelsuppe. Das Mittagessen schmeckte nach all der Bewegung besonders gut! Nach dem Essen, werteten wir gemeinsam die Ergebnisse unserer Experimente aus.
Um 15 Uhr endete unser aufregender Tag. Wir waren müde, aber glücklich und stolz auf alles, was wir entdeckt und gelernt hatten. Es war ein wunderbarer Tag voller Spaß, Abenteuer und Herbstzauber, den wir Mutigen Molche so schnell nicht vergessen werden.
Dezember - Festliche Stimmung mit den Mutigen Molchen
Samstag, 08.12.2025: Das Jahr 2025 neigte sich dem Ende zu und wie jedes Jahr veranstalteten die Mutigen Molche eine Jahresabschlussfeier mit kleiner Weihnachtsfeier. Doch natürlich sollte auch etwas gelernt werden. So begann der Abend damit, dass wir Vogelfutter herstellten und uns über Stand- und Zugvögel in Deutschland informierten. Wir stellten Vogelfutter aus Kokosfett und allerlei Körnern wie Sonnenblumenkernen oder Haferflocken her, das wir in Fichtenzapfen und Keramiktöpfe schmierten.
Anschließend ging es auf eine kleine Nachtwanderung. Dabei erwartete uns eine Schnitzeljagd auf dem Schlechteberg. Hierfür mussten wir Sterne finden und lösten die dazugehörigen Rätsel. Jedes Rätsel bezog sich dabei auf eine JuNa - Aktion im vergangenen Jahr. Für jede richtige Antwort erhielten wir einen Buchstaben. Zurück in der Station mussten wir aus allen Buchstaben das Lösungswort zusammensetzen. Nach kurzer Zeit wussten wir, dass das Wort Alpensalamander lautete - die Amphibie des Jahres 2026.

